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Samstag 11. Juli  19 Uhr

Chorkonzert

"Jubilierende Jünglingskehlen"

Tölzer Knabenchor

Leitung: Christian Fliegner

Orgel und Klavier: Clemens Haudum

 

 

Tölzer Knabenchor beim Konzert am 11. Juli 2015 in der vollbesetzten Remise

 

Tölzer Knabenchor Ch. Fliegner FOTO:Remark

 

Der Tölzer Knabenchor, seine kleinen und großen
Solisten und der Männerchor des Tölzer Knabenchors
werden die Remise mit ihrem großen, strahlenden
Klang in einen sakralen Raum verwandeln. In einem
anspruchsvollen geistlichen Konzert werden die
großen Motettenwerke von Johann Sebastian Bach,
Felix Mendelssohn – Bartholdy, Anton Bruckner und
Franz Schubert erklingen.


 

Freitag 10. Juli  19 Uhr

Klavierkonzert

 „Only Mozart“

Drei Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart

präsentiert vom Pianistenclub München e.V. und einem Streichquartett

Robert Jobst, Klavier

Yuko Tajima, Klavier

Carolin Danner, Klavier

Silvia Szekely, Violine
Natalie Kleinhammer, Violine
Katherine Barritt, Viola
Miranda Barritt, Violoncello

Moderation: Birgitta Eila

Idee und Konzeption: Carolin Danner

 

Robert Jobst, Yuko Tajima, Carolin Danner beim Konzert in der Remise

 

Carolin Danner

 
Drei Klavierkonzerte von Wolfgang A. Mozart.
Der Pianistenclub München e.V. präsentiert ein
extravagantes Konzert mit brillanten Pianisten
und einem kleinen Streichorchester. Mozart
komponierte insgesamt 21 Solo-Konzerte für das
im ausgehenden 18. Jahrhundert zunehmend
attraktive Tasteninstrument. Mozart beherrschte
es seit frühen Kindheitstagen meisterhaft und
konnte im „Dialog“ mit dem Orchester seine
gegenüber den barocken Concerti neuartige
Klangwelt besonders wirkungsvoll in Szene
setzen. Um die Zeit 1785, als Mozart die Wiener
häufig mit eigenen Konzertveranstaltungen
begeisterte, entstanden die meisten seiner
Klavierkonzerte, von denen drei in der Remise
erklingen werden.


 

"Blancanieves" Spanischer neuer Stummfilm von Pablo Berger

(Vorführung in Blueray!)

 

 

 

Ein Schneewittchen, wie es sich die Gebrüder
Grimm nicht besser hätten erträumen können -
stumm, schwarzweiß und angesiedelt im Spanien
der 20er Jahre:
Carmen ist die Tochter eines berühmten
Matadors, der nach einem Stierkampf im Rollstuhl
endet. Die böse Stiefmutter verdammt das kleine
Mädchen zu den niedrigsten Arbeiten und
versucht nach dem Tod des Vaters auch sie zu
beseitigen. Als ihr die Flucht zu einer Schaustellertruppe
kleinwüchsiger Toreros gelingt, entdeckt
Carmen ihre wahre Berufung und wird zur
Königin der Corridas. Doch kann sie ihrem
Märchenschicksal entkommen?
„Blancanieves“ bleibt als brillante Hommage an
die europäische Stummfilmästhetik dem finsteren
Geist des Märchens treu:
Phantasie, Dramatik, Humor und Emotionen,
gewürzt mit einer gehörigen Prise dunklen,
bösen, bisweilen abgründigen Weimarer Kinos,
umgesetzt in kristallklaren Bildern zu einem
opulenten Soundtrack – einfach märchenhaft!

 


Sonntag 5. Juli  19 Uhr

Jazzchorkonzert

„Stimmen, Swing and Groove“ (der fantastische Müncher Jazzchor!)

VoicesInTime "Auf Liebe gemacht"

Leitung: Stefan Kalmer

 

VoicesInTime in der Remise am 5. Juli

 

Egal, ob in der Dynamik, im Tempo oder in den
Stimmlagen - die Balance von VoicesInTime
scheint einfach immer perfekt. Deshalb swingt
und rockt es, wo auch immer der Münchner
Rock- und Jazzchor auftritt. VoicesInTime beweist,
wie schön die menschliche Stimme ist, und dass
man nicht über das Publikum mit Lautstärke hinwegfegen
muss, um zu betören. Imponierend ist
die Harmonie dieses Klangkörpers, obwohl jede
Stimme ganz individuell klingt und unmittelbar
ihrem Besitzer zugeordnet werden kann. Alle weben
gemeinsam an einem Klangteppich, auf dem
das begeisterte Publikum ganz sicher abheben
wird. Das ist starke Chormusik am Puls der Zeit!

 


Samstag 4. Juli  19 Uhr

Violinen Duoabend

„Achtsaitige Virtuosität“

Lena Neudauer, Violine

Ingolf Turban, Violine

Werke von Jean Marie Leclair, Louis Spohr, Max Reger, Eugène Ysaye

 

 

Lena Neudauer

 

Ingolf Turban

 

Zwei herausragende Geiger aus dem Würmtal
treffen sich zu einem Joint Venture. Zwei Violinen,
zwei wunderbare Künstlerpersönlichkeiten, ein
Konzert. Leclair, Spohr und Ysaye, diese eminenten
Geiger, haben Stücke „von Geiger für Geiger“
geschrieben. Etwas Aufsehenerregenderes als
dieses Ereignis kann man sich kaum vorstellen,
und das in dem akustischen Juwel Remise.

 

Kritik

 

Gauting Solisten im Duo

Von Reinhard Palmer, Gauting

Im Landkreis Starnberg leben bedeutende Künstler aller Sparten. Lena Neudauer und Ingolf Turban gehören offensichtlich zu den beliebtesten. Bei ihrem Duoabend zum Kleinen Sommerfestival füllte sich die Remise am Gautinger Schloss Fußberg sehr gut, und die Atmosphäre zeugte schon deutlich von gegenseitigen Sympathien. Gewissheit kam dann mit lang anhaltenden Schlussovationen. Und das, obwohl im Programm kein einziges Standardwerk der Kammermusik zu finden war. Ja selbst nicht alle Komponisten dürften den Konzertbesuchern bekannt gewesen sein. So etwa Jean Marie Leclair, dessen Kompositionen man nicht alle Tage hört. Erst recht nicht in einer Besetzung, die im kammermusikalischen Konzertbetrieb in Hinblick auf die Besucherzahlen als allzu riskant angesehen wird.

Dennoch: Von den gleichinstrumentierten Duos sind zwei Violinen häufig selbst von großen Meistern wie Bach, Haydn, Mozart mit reizvollen Kompositionen bedacht worden. Aber Neudauer und ganz besonders Turban lieben den Überraschungseffekt der Randerscheinungen. Das Duo A-Dur von Leclair, einem Zeitgenossen Quantz', gehört dazu. Dessen heiteres Dialogisieren und die höflich-galante Charakteristik im Mittelsatz deuteten schon die Vielseitigkeit einer solchen Besetzung an.

Obwohl der unterhaltsame Grundtenor dem Konzert eine prägnante Ausrichtung gab, sollte es hier keinesfalls seicht zugehen. Wie intensiv und füllig zwei Violinen ihre Substanz aufblähen können, bewies das Duo in Max Regers posthum veröffentlichtem Allegro A-Dur, das konzertanten Impetus ins Spiel brachte. Wie überhaupt die beiden großartigen Geiger immer wieder in dem dichten Geflecht der sich gegenseitig umspielenden Stimmen auch wunderbare Kantilenen fanden, ohne den engen Verbund des Duos aufzubrechen. Gemeint sind weniger die Arioso-Gesänge bei Louis Spohr (Duo a-Moll aus op. 67), die sich inbrünstig von opernhaften Duetten abhoben, als die weit gespannten melodischen Linien, die da immer wieder überraschend aus den komplexen Strukturen der "Sonate pour deux violons seuls" von Eugène Ysaÿe auftauchten und sich meist in lichten Höhen über alles emporhoben. Diese Sonate offenbarte die Handschrift eines virtuosen Geigers, der genau wusste, mit welchen Mitteln die Instrumente zur höchsten Wirkung gelangen. Die drei Sätze nutzten Neudauer und Turban ausgiebig, ihre Meisterschaft in spieltechnischen Finessen auszukosten und einem musikalischen Sinn zuzuführen. Obgleich bravouröses Spiel in allen Werken des Abends möglich war, ließen sich die Virtuosen nicht zu leeren Floskeln hinreißen. Der Raritäten nicht genug - das Duo belohnte sein euphorisiertes Publikum mit dem schmissigen "Latingo" - zwischen Klassik, Latin-Jazz und Tango - von Helmut Lipsky.

 

 

 


 

Sonntag 28. Juni  11 Uhr

Klaviermatinee

„Junge Überflieger“

Junge Wettbewerbssieger stellen sich vor:

Philip Hahn (6 Jahre), Klavier

Jakob Aumiller, Klavier

Laetitia Hahn, Klavier

Leah Sinka, Violine

Carlo Hässelbarth, Klavier

Vivian Zarah Baudis, Klavier

 

Eine Veranstaltung mit dem Pianistenclub München e.V.

 

Carlo Hässelbarth

 

Jakob Aumiller

 

Vivian Zarah Baudis

 

Laetitzia Hahn

 

Philipp Hanh

 

Das Spiel von diesen hochbegabten, sehr jungen
Pianisten darf man getrost als Wunder wahrnehmen.
Sie werden an diesem Morgen ein aufregendes
Konzert mit Werken von Johann
Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Isaac
Berkowitsch, Wolfgang Amadeus Mozart,
Franz Liszt, Ludwig van Beethoven, Camille
Saint-Sains, Robert Schumann hören.

 

 

 

Samstag 27. Juni  21 Uhr

Filmabend

„Filme, die Erinnerungen wecken“

Herbert Achternbusch

„Die Atlantikschwimmer“

  

Herbert Achternbusch Foto: ORF

 

Vor fast genau vierzig Jahren erlebte dieser skurrile
Film, einen Steinwurf von der Remise entfernt, im
alten Gasthof zum „Würmbad“ in Gauting seine
Uraufführung. Dort wurde er auch gedreht. Manche

Szenen erlauben Einblicke in ein längst vergessenes Gauting.

Wo früher die Gastwirtschaft "Zum Würmbad" stand erhebt

sich jetzt das Gebäude vom Tengelmann mit einem Kino im Keller,

das nicht mehr genutzt wird.
Zwei lebensmüde Münchner, der Briefträger
Heinz und der Bademeister Herbert, wollen ihrem
Heimatalltag entfliehen und an einer Atlantiküberquerung
teilnehmen, für die das Kaufhaus
Mixwix einen Preis von 100000 Mark
ausgeschrieben hat. Sie trainieren im Walchensee
und treffen dort auf den Angler und Klopapierfabrikanten
Alois, der sie als Mitarbeiter
gewinnen will. Heinz indessen phantasiert von
seiner toten Mutter, gibt seltsame Gedichte von
sich und verfällt dem Wahn, unsterblich zu sein.
Auf Teneriffa überlebt er den Sturz aus einem
fahrenden Auto und schwimmt allein auf den
Atlantik hinaus. Seine letzten Worte: „Du hast
keine Chance, aber nutze sie“. (Filmportal)

 


Freitag 26. Juni  19 Uhr

Buchpräsentation

"Musik und Menschlichkeit"

Adolf Kurt Böhms Autobiographie

„Musik und Menschlichkeit“

Buchpräsentation in Zusammenwirken mit der Buchhandlung Kirchheim

 

 

 

 

Adolph Kurt Böhm

 

Der Komponist vom Staffelsee, bekannt durch
seine beinahe 500 romantischen Lieder, hat
seine spannende Lebensgeschichte erzählt: Nach
der Machtergreifung der Nationalsozialisten
muss die Familie von Adolph Kurt Böhm aus der
beschaulichen fränkischen Heimat nach Paris
fliehen – nur durch Glück konnte der Vater
dem KZ Dachau entkommen. Im Künstlerviertel
Montmartre entdeckt der junge Böhm seine
Liebe zur Musik. Fast nebenbei fälscht er während
der deutschen Besatzung Ausweise, um Juden zu
retten. In seinen Memoiren schöpft der Autor aus
dem Vollen: Jugendstreiche mit Michel Serrault,
das verruchte Pigalle, die Pariser Chansonniers,
sein Freund und Virtuose György Cziffra – die
packende Lebensgeschichte des Vollblutkünstlers
Böhm ist eine Bereicherung.
Florian Prey liest aus dem Buch seines Freundes
und singt einige seiner schönsten Vertonungen
von Hermann Hesse. Am Klavier kein Geringerer
als Adolph Kurt Böhm persönlich!


Donnerstag 25. Juni  18 Uhr

Klavierabend

„Kleine Hände, viele Tasten“

Klavierklasse Viera Fischer

Auch in diesem Jahr stellt die beka Klavierpädagogin erneut ihre Schützlinge in einem spannenden, hochmotivierten und kurzweiligen Konzert vor.

 

 

Viera Fischer und ihre Klasse 2013


Sonntag 21. Juni  11 Uhr

 

Bläserquintett

„fünffach Holz!“

Münchner Bläserquintett - Mitglieder des Münchner Rundfunkorchesters

Alexandra Muhr, Flöte

Florian Adam, Oboe/Englischhorn

Matthias Ambrosius, Klarinette + Klavier

Till Heine, Fagott

Marc Ostertag, Horn

Florian Prey, Bariton

 

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Reicha, Carl Nielssen, und Conradin Kreutzer

Das Konzert steht unter dem Motto "Schutz den Bienen"

 

 

Münchner Bläserquintett

 

Das Ensemble besteht aus Mitgliedern des Münchner
Rundfunkorchesters und hat sich 2012 nach
einer legendären Session in Luzern zusammengefunden.
Ein Markenzeichen des Münchner
Bläserquintettes ist die stilistische Flexibilität und
Bandbreite des Repertoires, so sind die fünf
Musiker immer zu Grenzgängen und Crossoverprojekten
mit den verschiedensten Künstlern
bereit.


Das Konzert steht unter dem Motto „Schutz
den Bienen“, am Abend wird daraufhin folgender Film gezeigt.....


Sonntag, 21. Juni  21 Uhr

Filmabend

"Filme, die zum nachdenken anregen"

"Queen of the sun"

What are the bees telling us? Was sagen uns die Bienen?

Vielfach ausgezeichneter Dokumentarfilm von Taggart Siegel über die Problematik der Bienen. Mit Untertitel

 

 

Queen of the sun

 

 


 

Samstag 20. Juni  19 Uhr

Jazzsextett

"Jazz und Folklore, Klassik und Weltmusik"

Frank Wuppinger Orchester

 

Frank Wuppinger, Gitarre

Gustavo Strauß, Violine

Norbert Emminger, Saxophon

Andrey Lobanov, Trompete

Marco Kühnl, Bass

Mattias Rosenbauer, Schlagzeug

 

 

Frank Wuppinger Orchestra

 

Inspiriert durch seine vielen Reisen in die
verschiedensten Länder Europas gründete der
Gitarrist & Komponist Frank Wuppinger 2003
das „Orchestre Europa“. Schon der Name der
Band zeigt die Lust an der Stilmischung, und so
bezeichnet er die Musik der Gruppe auch gerne
als Crossover-Weltmusik. Mittlerweile hat sich
Frank Wuppinger durch zahlreiche Konzerte und
Tourneen im In- und Ausland einen beachtlichen
Namen erspielt. Sei es durch die Bearbeitung
traditioneller Musik, eigene Kompositionen
oder die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Musikern. Das Ergebnis ist Zeugnis eines
ganz individuellen Stils, in dem sich Jazz
und Folklore, Klassik und Weltmusik vereinen.

 

Es werden HÄPPCHEN in der Pause serviert.


 

Donnerstag 18. Juni 19 Uhr

Musik und Tanz

"Veronika der Lenz ist da!"

Das Kleine Tanztee Syndikat mit Ulrike von Sybel, Erika Zimmer, Walter Erpf

 

 

Walter Erpf

 

Es erklingen Schlager, Tanzmusiken, Evergreens
aus den 20iger Jahren. Die Remise verwandelt sich
in ein mondänes Tanzlokal der Jahrhundertwende
in Berlin. Es darf unbedingt „geschwoft“ (getanzt)
werden.

 

 


  

Sonntag 14.Juni  19 Uhr

Lieder und Geschichten II

„Durch Spaniens Tavernen und Gassen“

Ricardo Volkert, Gesang – Gitarre

Jost Hecker, Violoncello

 

 

Jost Hecker, Ricardo Volkert

 

Mit rassiger Flamencogitarre, virtuosem Violoncello
und Gesang begeben sich die beiden Vollblutmusiker
auf eine Tour, die vor allem durch den
Süden Spaniens, durch Andalusien führt. Im
Gepäck: traditioneller Flamenco (Soleares,
Alegrías,), andalusische Volkslieder (Zorongo,
Sevillanas) und wunderschöne Vertonungen
spanischsprachiger Dichter. Orte und Zeiten
werden durchquert, beladen mit Romanzen,
Rumbas und Balladen. Sie treffen auf eine
magisch-poetische Bilderwelt, auf spannende,
interessante Geschichten von der Vergangenheit
ins Heute, Geschichten über Poeten und Banditen,
Heilige und Sünder. Daraus formen sie mit ihrer
Musik ein Klanggemälde aus bittersüßer Sinnlichkeit,
purer Lebensfreude und Leidenschaft.

 


Sonntag 14.Juni  11 Uhr

Heinrich Heine - Joseph von Eichendorff -

Lieder von: Robert Schumann - Felix Mendelssohn-Bartholdy - Robert Franz

Klaviermusik von. Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy

„Bin ein Vöglein in den Lüften,
Schwing mich übers blaue Meer“

Florian Prey, Bariton – Lesung

Wolfgang Leibnitz, Klavier

 

 

Florian Prey, Wolfgang Leibnitz

 

Eine verzauberte Reise durch die Gefühlswelten
von Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff,
die beide keine Dichter der Heimat waren,
sondern Dichter des Heimwehs, nicht des erfüllten
Augenblicks, sondern der Sehnsucht, nicht des
Ankommens, sondern der Abfahrt (R.Safranski).
Mit Klaviermusik und Liedern von Robert
Schumann, Felix Mendelssohn – Bartholdy,
Robert Franz wird die im fernen Amerika
spielende Novelle „Eine Meerfahrt“ von Joseph
von Eichendorff beleuchtet.

 

 KRITIK

Gauting Zwei Abenteurer

Von Reinhard Palmer SZ 20. 21. Juni 2015

Gauting - Wolfgang Leibnitz ist leider nur noch selten zu hören. Die Matinee des "Kleinen Sommerfestivals" in der Gautinger Remise war allein deshalb schon eine Besonderheit, zumal Leibnitz nicht nur den künstlerischen Hausherren Florian Prey in Liedern sehr aufmerksam und einfühlsam begleitete, sondern auch vier reine Klavierstücke von Mendelssohn und Schumann zum Besten gab. Und das tat er dank seiner Reife mit großartiger Einfühlsamkeit, die er am Blüthner-Flügel bis hin zu feinsten Klangspuren zelebrierte. Insbesondere Schumanns Arabeske op. 18 und aus "Waldszenen" op. 62/1 betörten mit klangsinnlicher Schönheit und Seelentiefe.

Die pianistischen Zäsuren waren aber nur die sinnierenden Momente in der großen Erzählung, der das Programm folgte. Joseph von Eichendorffs Novelle "Eine Meerfahrt", in ausgiebigen Lesungen und Nacherzählungen vorgetragen, lieferte den Kontext, der die Zusammenstellung von Liedern aus der Feder von Schumann, Mendelssohn und Robert Franz (Knauth) bestimmte. Letzterer Komponist, nur fünf Jahre jünger als Schumann, ist heute kaum noch in den Konzertprogrammen zu finden. Einst war Robert Franz aber als Komponist und Dirigent eine angesehene Persönlichkeit, der auch zu danken ist, dass die Werke Händels nicht in Vergessenheit gerieten. Schumann indes schätzte gerade die Lieder des befreundeten Hallensers, die er sich selbst zum Vorbild nahm. Die Stimmigkeit des Programms war nicht zuletzt dieser Nähe der Komponisten zueinander im Liedrepertoire zu verdanken, zumal auch die Texte (meist von Eichendorff, neben Heinrich Heine und Emanuel Geibel) den Geist der Romantik trugen.

Es war eine enorme Leistung von Prey, als Sprecher und Liedsänger in diesem ausladenden Programm aufzutreten, was er eloquent, fesselnd und charmant bewältigte. Die Geschichte vom armen Don Antonio aus Salamanca, der sich 1540 einschiffen lässt, um auf der Fortuna sein Glück in Übersee und den verschollenen Onkel Don Diego zu suchen, trägt den Charakter eines Abenteuerromans. Die Lieder schufen Atmosphäre für die Sehnsucht nach der Weite des Meeres oder die Einsamkeit der Nacht. Natürlich fehlte auch die Liebe nicht.

Prey und Leibnitz schufen eine Art Melodram, für das wohl "Die schöne Magelone" von Brahms das Vorbild war. Wie dort ging es auch bei Eichendorff hoch her, doch keinesfalls in der Art eines Märchens. Auseinandersetzungen mit Eingeborenen, versprengte Restbesatzungen früherer Expeditionen, verwahrloste Matrosen, strenge Kapitäne oder magische Gestalten sind gewiss den Berichten der Amerika-Entdecker entnommen, nicht ohne kritische Untertöne, was die grausame Christianisierung der Urbevölkerung betrifft. So weit vermochten die Lieder inhaltlich nicht zu folgen, doch sie machten die Verlorenheit und das Zweifeln spürbar. Dass Leibnitz und Prey mit den Liedern nicht allzu eng an der Geschichte zu illustrieren versuchten, tat der Dramaturgie gut, entstand doch so viel Freiraum für die eigene Imagination. Und das begeisterte das Publikum in der vollbesetzten Remise.


 

Freitag 12. Juni  19 Uhr

Kammermusik

„Aus einer unermüdlichen Seelenfeder“

 

Diogenes Quartett

Streichquartette von Franz Schubert

Quartettsatz c-moll, D 703
Streichquartett D-Dur, D 46

Streichquartett G-Dur, D 887 (1826)

 

 

Diogenes Quartett

 

Die Streichquartette von Franz Schubert spielen
die vier harmonisch aufeinander abgestimmten
Musiker ganz innig und schwerelos, dass man
fast von einer Seelenverwandtschaft mit dem
Komponisten hätte sprechen können. Mit melodischem
Zauber schaffen sie ein melancholisches
Stimmungsbild. Mit intimer Vertrautheit, subtil in
eine transparente Seinsebene gehoben, spielen
sie, als hätten sie den Notentext gerade erst aus
dem Äther gezogen.


 

Sonntag 7. Juni  11 Uhr

Klaviermatinee +

„Göttliches am alten Blüthner“

Sophie Pacini, Klavier

Clemens Gordon, Viola

 

R.Schumann: Märchenbilder op.113 für Klavier und Viola

F.Schubert: „Arpeggione“ Sonate für Klavier und Viola D 821

R.Schumann: Carnaval op.9

 

 

Sophie Pacini

 

Schon im letzten Jahr begeisterte Sophie Pacini in
der Remise das Publikum, das absolut hingerissen
war!
Große Klavierliteratur gespielt von einer jungen,
aber wahrhaft jetzt schon großen Pianistin.
Sophie Pacinis internationale Konzertauftritte
führten sie bereits in die Suntory Hall nach Tokio,
zum Klavierfestival Ruhr und den Schwetzinger
Festspielen, sie konzertierte beim Musikfest Bremen,
im Konzerthaus Wien und im Herkulessaal
München. Sie wurde vom Norddeutschen
Rundfunk eingeladen, spielte mit der Dresdner
Philharmonie und debütierte bei den Salzburger
und Luzerner Festspielen. Zum heutigen Konzert
bringt sie ihren Kollegen und Bratscher Clemens
Gordon mit, der Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters
ist.

 

Clemens Gordon

 

 

Clemens Gordon Sophie Pacini

 

 

Clemens Gordon Sophie Pacini


Kunstausstellung

"Dreisicht"

Ausstellungsdauer vom 21. Mai - 7. Juni

Öff n u n g s z e i t e n d e r A u s s t e l l u n g
Sa./So. und Pfingstmontag: 11.00 - 18.00 Uhr
Di. - Fr.: 14.00 - 18.00 Uhr


Sonntag 17. Mai  11 Uhr

Chorkonzert

„zwitschern, brillieren, singen…“

Münchner Knabenchor

Ralf Ludewig präsentiert seinen neu gegründeten Knabenchor

 

 

Münchner Knabenchor

 

 

 

 

Eine spannende Zeitreise durch verschiedene
Musikepochen. Beginnend mit Vivaldi, Bach,
Rathgeber, Mozart über Mendelssohn und
Rossini bis zu Britten, den Comedian Harmonists,
Elvis, den Beatles, Abba etc...


leider musste die Vorstellung abgesagt werden wegen Publikumsmangel.

 

Samstag 16. Mai  21 Uhr

"Filme, die Laune machen"

„Romy meets Hans“

„Der letzte Mann“ (1955)

Melodram (BRD 1955) mit Romy Schneider und Hans Albers

 

 

Romy und Hans

 

Nach dem Tod der Hotelbesitzerin wird Oberkellner Knesebeck (Hans Albers) zum
Klomann degradiert…



 

Donnerstag 14.Mai 11 Uhr (Christi Himmelfahrt)

Kammermusik, Lieder, Klaviermusik

„Meisterhaftes aus Russland“

 

Swetlana Scheurell, Sopran

Aglaya Sintschenko, Klavier

Julia Rebekka Adler, Bratsche

 

Swetlana Scheurell

 

Aglaya Sintschenko

 

Julia Rebekka Adler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und ihr neues „aufregendes“ russisches Programm
mit Werken von:
Pjotr Iljitsch Tschajkowskij, Sergei Iwanowitsch
Tanjeew, Nikolai Andrejewitsch Rimskij-
Korsakow, Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow,
Nikolai Karlowitsch Medtner, Michail Iwanowitsch
Glinka

 

Programm:

Aglaya Sintschenko, Klavier
Svetlana Scheurell, Sopran


Nikolaj Rimskij-Korsakow (1844-1908)
Не ветер вея с высоты, op. 3/2
(Nicht der Wind, der vom Himmel weht)
Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Не пой, красавица, op.4/4
(Sing nicht bei mir, oh Schöne)
Sergej Tanejev (1856-1915)
В дымке-нeвидимкe, op.17/8
(Im unsichtbaren Nebel)
Pjotr Tchajkovskij (1840-1893)
Нимфа, op.56/2 (Die Nymphe)
Ночь, op.69/9 (Die Nacht)
Средь шумного бала, op.38/3 (In Mitten des Balles)
Колыбельная песня, op.16/1 (Wiegenlied)

 

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Островок, op.14/2 (Die Insel)
Сон, op.38/5 (Der Traum)
Они отвечали, op.21/4 (Sie antworteten)
У моего окна, op.26/10 (Vor meinem Fenster)
Весенние воды, op.14/11 (Frühlingswasser)
 

Pause


Aglaya Sintschenko, Klavier
Julia Rebekka Adler, Viola
Michail Glinka (1804-1857)
Variationen über die Romanze „Die Nachtigall“ von Aljabjew (1833)
Sonate in d-Moll für Viola und Piano, unvollendet.
- Allegro moderato
- Larghetto ma non troppo

 

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Humoresque op.10/5
Polichinelle op.3/4

 

 

.... Kritik

 

 

Von Adolf Karl Gottwald

Gauting - „Die russische Seele“ suchen wollte eine Münchner Reisegruppe und begab sich dazu in die alte russische Stadt Tula, auf die Landgüter von Tolstoj und Turgenjew und in das kleine Dorf der Dichterin Marina Zwetajewa. Im Samowar-Museum von Tula fand sie die gesuchte Seele nicht, bei Tostoj und Turgenjew, selbst bei Marina Zwetajewa nur mittelbar. Aber jetzt, als beim kleinen Sommerfestival in der Remise russische Musik erklang, war die russische Seele ganz unmittelbar in ihrer Tiefe, Melancholie, Begeisterung und Ausstrahlung da.

Die russische Pianistin Aglaya Sintschenko beschwor sie schon mit Michail Glinkas Variationen über die Romanze „Die Nachtigall“ von Alabjew. Allein das wunderbare Thema der Nachtigall schuf die für uns typische russische Stimmung. Die Variationen spielte Aglaya Sintschenko virtuos, aber ohne dabei aus der Stimmung zu fallen. Eine Entdeckung für alle von Anfang an gebannt lauschenden Konzertbesucher war die unvollendete, deshalb so gut wie nie gespielte Sonate d-Moll für Viola und Klavier, ebenfalls von Michail Glinka: Seelenmusik, vor allem der zweite Satz, ein überaus schönes Larghetto. Julia Rebekka Adler, stellvertretende Solobratschistin der Münchner Philharmoniker, war, am Klavier begleitet von Aglaya Sintschenko , mit ihrem warmen Bratschenton und einfühlsamen, seelenvollen Spiel eine ideale Interpretin. Darauf Klaviermusik von Sergej Rachmaninow, und zwar Stücke, die man im gängigen Repertoire der Pianisten nicht findet, nämlich eine lebhafte Polichinelle und eine „echtrussische“ Polka, ein hinreißendes Stück am Rande der Salonmusik, hinreißend gespielt von Aglaya Sintschenko.

Die russischen Lieder von Nikolaj Rimskij-Korsakow, Sergej Tanejev, Peter Tschaikowsky und Sergej Rachmaninow, die dann die russische Sängerin Svetlana Scheurell zur einfühlsamen Klavierbegleitung von Aglaya Sintschenko sang, waren geradezu ein Inbegriff der russischen Seele, unendlich in ihrer Trauer und überwältigend in ihrem unbegrenzten Jubel, unbeschreiblich etwa die triumphale Begrüßung des Frühlings nach einem langen russischen Winter. Svetlana Scheurell hat als Sängerin wie als echte Russin die unbedingte Überzeugungskraft und Ausstrahlung für diese Lieder. „Wie würde ich mich freuen, wenn Sie diese Lieder genauso wie ich lieb gewännen“, sagte sie ihrem erwartungsfrohen Publikum in der Remise. Ihr Wunsch ging in Erfüllung.

 

 

 

 

Aglaya Sintschenko, Swetlana Scheurell, Julia Rebekka Adler

 

 


 

Sonntag 10. Mai  11 Uhr

Eröffnungsveranstaltung

„Federstrich & Notenschlüssel“

Ludwig Thoma trifft Rudi Schuricke im Café Luitpold

Musikalische Zeitreise von und mit Andreas Kern

Regie und Gesang: Götz Schuricke

Piano: Alois Rottenaicher

 

A.Kern, G.Schuricke, A. Rotteneicher

 

Ludwig Thoma trifft Rudi Schuricke im Café Luitpold
Ein humorvolles Wechselspiel zwischen Wort und
Ton zweier verschiedener Künstler zu verschiedenen
Epochen, die aber eines gemeinsam hatten: Sie
wirkten in geschichtsträchtigen Zeiten, die
geprägt waren von Krieg, Frieden, politischen
Umwälzungen und Machtspielen… und sie
verkehrten im Café Luitpold in München.

 

 

Götz Schuricke als Rudi Schuricke, Andreas Kern als Ludwig Thoma

 

Götz Schuricke, Alois Rottenaicher, Andreas Kern


 

vom 20. Mai - 9. Juli 2017
info@remise-schloss-fussberg.de